Von der Flüchtigkeit

Der Abend gestern war schön mit Marie. Wir sind mit Henry spazieren gewesen. Ich wollte ihr den großartigen Blick auf Prag vom Petrin-Hügel zeigen. Ich weiß nicht, wo Katharina war. Ich habe Marie nicht danach gefragt. Es war nicht wichtig. Marie war bei mir. Wir waren allein. Das war wichtig. Es war kalt. Ich nahm ihre Hand. So gingen wir spazieren. Wir trafen Abby. Ich wechselte ein paar kurze Worte mit ihr. Ich stellte die beiden nicht einander vor. Ich bin mir sicher, dass Abby wusste, dass es Marie war. Marie fragte mich kurz nach Abby, als wir wieder allein weitergingen. Wer war die Frau? Woher kennst du sie? Nur eine flüchtige Bekannte. Wir treffen uns manchmal beim Spazierengehen, antwortete ich. Es gab keinen Grund, ihr alles von Abby zu erzählen. Sie fragte nicht weiter.

Jetzt ist die Zeit vorbei. Mit Marie. Heute Vormittag ist sie los. Mit dem Flugzeug. Ich habe sie nicht zum Flughafen begleitet. Ich bin nicht gut im Abschied nehmen. Und ich musste in die Redaktion. Ich hätte später dorthin kommen können. Ich wollte nicht später kommen. Ich habe ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange gegeben und ihr eine gute Reise gewünscht. Dann bin ich weggegangen. Aus ihrem Hotelzimmer. Wozu auch ein großes Drama. Wir hatten ein schönes Wochenende. Jetzt ist sie eben wieder weg.


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